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Dojo

Dojo – „Der Treffplatz mit dem Weg“

Die Grundwerte im Dojo sind Verantwortlichkeit, Zusammenarbeit, Disziplin, Ordnung, Höflichkeit und Vertrauen, um welches sich die Lehrer und Lehrlinge bemühen.

Das scheinbar unendliche Land schätzt Individualismus und das Einfügen von neuen Möglichkeiten. Auf der anderen Seite hat Japan wegen der Größe des Landes die Möglichkeiten sehr beschränkt und dazu noch breiten sich die Inseln weit aus. Die Menschen lebten im miteinander. Deswegen entwickelte sich eine Gemeinschaft, die die Ordnung, den Einklang und das Recht anerkennt. Ein Mensch, lebend im breiten bis zu unendlichen Raum, auch wenn er am konservativsten wäre, wird er gegen Autoritäten misstrauisch und vorsichtig gegen alles was seine Freiheit eingrenzt. Ein Durchschnittlicher Japaner sieht eine Autorität als erforderlich für das Überleben einer Gesellschaft an. Das gehorchen gegenüber Autoritäten nimmt er als eine Form von Zusammenarbeit wahr, nicht als Zwang. Das Verstehen der Konzeption von der Unterwerfung einer Autorität gegenüber und der Bedürfnisse des Volkes, bildet die Grundlage fürs Verstehen von japanischem Charakter. Diese Grundlage ist auch für das Verstehen von dem Wert von Aikido Dojo (und nicht nur das).

Ursprünglich war das Dojo ein Attribut von Kirchenkomplexen und gehörte zu religiösen Gemeinschaften zu. Mit der Zeit fing man an, die Bezeichnung Dojo auch für Plätze, wo man auch religiöse Disziplinen lernte, zu benutzen. Ein weiterer sehr beriechender Einfluss im Dojo in modernen Kampfsportarten ist die Etikette. Die kommt aus der militärischen Umgebung (man könnte meinen, dass sie überall auf der Welt ähnlich ist). Wichtig ist auch zu erwähnen, dass in all der Höflichkeit und ein strenges Einhalten von Etikette gefordert wurde. Jede geschlossene Gemeinschaft kommt ohne Höflichkeit und Toleranz nicht aus, sie wird unerträglich. Das formelle Einhalten von Etikette hilft dem Menschenverhalten Grenzen in jedem Augenblick einzuhalten.

Weil Aikido eine Kampfsportart ist, Zerschmilzt das Perfektionieren in physischen und mentalen Angelegenheiten mit Elementen von Kriegs- und Religionskünsten zusammen. Aber Vorsicht: Aikido ist keine Religion, es hat keine Religionslehre oder Dogmen. Es ist eine Reise vom tiefen geistlichen Streben nach physischen Übungen. Das eine ergänzt das andere und andersrum.

Trotz der Zusammenarbeit im Dojo ist es wichtig, die Ordnung mit Demokratie nicht zu verwechseln. Mit der absteigenden Hierarchie von Sensei, zu älteren Schülern (Sempai) bis zu den jüngsten (Kohai) muss die Kette der Gehorsamkeit, gestärkt mit Respekt, funktionieren. Die Hierarchie im Dojo bestreitet nicht den Grundrespekt, welchen man jedem menschlichen Wesen zeigen sollte. Eine gute Technik entschuldigt kein unreifes Verhalten. Ohne das Benehmen nach Regeln würde sich das Dojo in einen Dschungel verwandeln, und das was Verbessern darstellen sollte, würde zu einem gefährlichen Sport.

(aus dem Buch – Aikido Prinzipe)

Dojo (Draufklicken zum Vergrößern):

Hakama

Eine Art von traditioneller japanischer Kleidung – ein breiter Hosenrock

Die sieben Falten auf dem Hakama symbolisieren die sieben Tugenden von Budo.

Die vorderen Falten:
JIN = Güte
GI = Ehre und Gerechtigkeit
REI = Höflichkeit und Etikette
CHI = Intelligenz und Kenntnis
SCHIN = Ehrlichkeit

Die hinteren Falten:
CHU = Ergebenheit
KOH = Achtung

CHU und KOH – Symbole herauskommend aus einem alten japanischen Mythos über die Verbindung Japans – die zwei hinteren Falten stellen die Kriegsgötter dar: Take-Mikazuchi-no-Kami a Futsu-Nushi-no-Kami.  KOSHI-ITA  steht für die Sonnengöttin, welche beide Falten verbindet. Das Ganze - KOSHI – ITA und die Falten CHU und Koh stellen das ganze Harmonieprinzip WA dar.

Diese Werte finden wir bei allen wichtigen Samurai in der Vergangenheit vor. Der Hakama bringt uns dazu, über den wahren Bestand von Bushido nachzudenken. Das Tragen symbolisiert Traditionen, welche von Generation zu Generation übergegeben wurden.

In der Vergangenheit wurde der Hakama als Bestandteil eines Übungsanzuges getragen, vor allem wegen ihrer Symbolik. Heute ist er das Symbol vom technischen Rang ‚‘yudansha‘‘. Das Tragen vom Hakama kann sich in verschieden Organisationen unterscheiden, doch meistens wird der Hakama vom ersten Dan getragen. In manchen Fällen ist es bereits ab den zweiten Kyu erlaubt.

Wie man eine Hakama faltet (Draufklicken zum Vergrößern):

Zbrane v aikido

Im Aikido werden Bokken (Holzschwert), Jo (Holzstock) und Tanto (Holzmesser) benutzt. Diese drei Waffen bilden das gesamte Repertoire des Aikido Systems aus dem Blickwinkel von Selbstverteidigung gegen sie und mit ihnen.

Vielleicht fragen Sie sich: Warum sollen wir mit einem Schwert oder anderen Waffen üben, wen wir nicht Schwerte oder Stöcke studieren, sondern das Prinzip? Wieso sollte man veraltete Waffen benutzen, welche in der heutigen Zeit keinen Sinn ergeben? Allein gegen die einfachsten Schusswaffen haben sie keine Bedeutung. Was die Nützlichkeit angeht, haben Sie Recht. Trotzdem hat das Üben mit ihnen einen großen Wert. Die Arbeit mit ihnen kann Ihnen klarmachen, was sehr schwer ohne die Arbeit mit diesen Waffen klar wäre. Sie erhöhen die Intensität vom Üben. Sie lernen euch Ihre Aggression zu kontrollieren. Es ist auch schmerzvoller, mit einem Bokken oder mit einem Jo getroffen zu sein aber gerade das lehrt Sie die eigene Stärke zu behandeln. Sie werden sich selbst mehr zu schützen, so werden Sie auch mehr auf den Partner achten, um ihn nicht zu verletzen. Die Waffen sind ein idealer Korrektor von Bewegung und Kontrolle. Waffen lehren euch Ehrerbietigkeit.

Und natürlich ist der wichtigste Aspekt von Waffen der traditionelle – es sind persönliche Waffen. Nicht wie eine Rakete von der einer anderen Seite der Erde rausgeschossen. Hier sind Sie genau gegenüber ihrem Partner und nicht irgendwo, wo Sie nichteimal die Auswirkung sehen können. Und vergessen Sie auch nicht, dass wir uns nicht gegenseitig umbringen und wir wünschen uns sowas auch nicht.
Also, zusammen gefasst, Waffen sind ein Mittel zum Trainieren des Geistes und Verfeinerung vom Bewusstsein.

Bokken – ein Holzschwert

Bokken

Bokken - standart

Bokken - suburi

Katana

Jo – Holzstock (ein ca. 130 cm langer Stock)

Tanto – ein Holzmesser